01.März - 30.April 2023
RECHERCHE
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.
01.März - 30.April 2023
RECHERCHE
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.
Donnerstag 22.07.2021
11 Uhr
Bühne fabrik Potsdam
Bitte anmelden unter:
heinecke.company@posteo.de
Im Rahmen des zweiten Forschungsblocks
beschäftigen wir uns mit optischen oder visuellen Schwingungen und
deren Einfluss und Wirkung auf den Tanz. Unser Auge ist ein wichtiger
Bestandteil unseres Körpers und für die optische Erfahrbarkeit
unserer Welt verantwortlich, wie beispielsweise die komplexe
Wahrnehmung des aus vielen Teilchen und Energie bestehenden Lichts.
Unterschiedliche Rezeptoren nehmen Nuancen wie hell, dunkel und
verschiedene Farben war. Die wiederum eigentlich nur als Reflektion
von Licht auf einer bestimmten Oberfläche in ihre einzelnen
Unterkategorien definiert werden kann, also blau, gelb, rot und alles
was dazwischen liegt.
Wie können diese vielschichtigen optischen Schwingungen durch Tanz erfahrbar gemacht werden? Was für einen Effekt schaffen unterschiedliche Lichtstimmungen für den Tanz? Wie wirkt sich die subjektive Wahrnehmung von Farben auf das Bühnenerlebnis aus? Welche Bedeutung haben bewusster Einklang oder bewusste Disharmonie von Tänzer:in und Licht auf das Gesamtbild?
Wir freuen uns auf Austausch..
Bitte haltet beim Zuschauen die geltenden Abstands-und Hygieneregeln ein. Im gesamten Haus besteht die Pflicht zum Tragen eines Mund-&Nasenschutzes. Bei Krankheitssymptomen bitten wir euch nicht am Sharing teilzunehmen.
Die Wahrnehmung von Farbe und Licht haben wir dann
auch auf der Bühne ausprobiert und mit unterschiedlichen
Farbspektren, Lichtern, farblichen Scheinwerfern sowohl raumweit, als auch ganz
reduziert mit nur einer Lampe die direkt am Körper der Tänzerin
befestigt war experimentiert. Daraus enstanden direkte und indirekte Erfahrungsräume, in die die Tänzerinnen bewusst eintauchen oder raustreten konnten.
Am Montag sind wir in den zweiten
Forschungsblock des Projekts „Schwingungen – Tanz trifft
Wissenschaft“ in der fabrik Potsdam gestartet. Gemeinsam mit der Tänzerin Mareike Steffens, dem Techniker Ralf Grüneberg und dem Dramaturg Jo Koppe beschäftigt sich die Tänzerin Laura Heinecke in den kommenden Wochen mit visuellen oder optischen Schwingungen. Gemeinsam werden wir den
Einfluss von Licht und die Wirkung von Farben auf den Tanz genauer
betrachten. Mit dabei sind auch Clemens Kowalski für die Bühne und Kristin Fabig für die Produktion und Dokumentation.
Bevor wir uns der Wirkung widmen konnten, stellten wir
uns der Frage: Wie sehen wir überhaupt? Wie gelangt alles was wir
mit den Augen wahrnehmen in unser Gehirn? Und ist das was wir sehen
immer die Realität? Ist dein rot auch mein rot? Und wie funktionieren eigentlich optische Täuschungen?
Neben der generellen Vielschichtigkeit des anatomischen Aufbaus unserer Augen und
der Rezeption des Gesehenen durch sie, war für uns besonders
spannend zu erfahren, dass wir sogenannte Stäbchen und Zapfen in unseren Augen
haben. Sie sind jeweils für die Unterscheidung in hell und dunkel und die
Differenzierung der unterschiedlichen Farben verantwortlich.
Diese Nuancen sind für die künstlerische Umsetzung auf der Bühne von großer
Bedeutung und wir sind gespannt darauf, welche Einflüsse auf die
körperlichen Bewegungen sich daraus schließen lassen.
Donnerstag 24.06.2021
16:00 Uhr
Studio 4 der fabrik Potsdam
Donnerstag 01.07.2021
19:00 Uhr
Südufer Freiburg
bitte anmelden unter
heinecke.company@posteo.de in Potsdam und
lauraheinecke@ymail.com in Freiburg
Innerhalb des aktuellen Recherche-Projekts „Schwingungen – Tanz trifft Wissenschaft“ erforschen wir in einem Dialog aus Tanz und Wissenschaft die Bedeutung und Wirkung von Schwingungen.
Wie lassen sich die Erkenntnisse der Schwingungslehre auf den Tanz übertragen?
In unserem ersten Probenblock beschäftigten wir uns vorrangig mit akustischen Schwingungen.
Ein Grundton und mehrere Obertöne führen zu zeitgleichen Schwingungen, die wiederum einen bestimmten Klang ergeben, den unser menschliches Ohr als einen spezifischen Ton wahrnimmt. So können Grundtöne zwar in ihrer Grundhöhe gleich sein, aber in ihrer Klangfarbe je nach Instrument oder Klangkörper variieren. Auch im Tierreich unterscheidet sich die Klangwahrnehmung nach der körperlichen Beschaffenheit des jeweiligen Tieres. Akustische Schwingungen werden zu Kommunikationskanälen und beeinflussen so die subjektiven und kollektiven Wahrnehmungen von allen Lebewesen mit sich selbst, mit anderen und mit der Welt um sie herum.
Wie lassen sich diese Phänomene auf den Tanz übertragen und sichtbar machen?
Welche Rolle spielen dabei der eigene Körper, die eigene Stimme, sowie der Raum als Klangspiegel?
Bitte haltet beim Zuschauen die geltenden Abstands-und Hygieneregeln ein.
Im gesamten Studiohaus besteht die Pflicht zum Tragen eines Mund-&Nasenschutzes.
Bei Krankheitssymptomen bitten wir euch nicht am Sharing teilzunehmen.
Wir freuen uns auf Austausch ...
Die zweite Woche startete mit einem Workshop der Schauspielerin und Stimmtrainerin Corinne Castelli. In gemeinsamen Übungen erforschten wir die eigene Stimme, ihre Resonanzen, ihre Tonhöhen und überhaupt ihre Herkunft. Nahmen dabei auch die physischen Beschaffenheiten von Ohren, Gehörgang, Innerem Ohr, Kehlkopf und Stimmbändern unter die Lupe und spürten in die eigenen Körperfrequenzen hinein. Mit diesem Hintergrundwissen entwickelten wir eine Übertragung auf die körperliche, tänzerische Ebene und erprobten neue, experimentelle Ausdrucksweisen in einer Kombination aus Stimme und Tanz.
Wie können Stimme und Körper bewusst und zeitgleich in Harmonie oder Disharmonie gehen?
Wie beeinflusst unser Wissen um die Bedeutung von Gewicht für den Tanz das bewusste Einsetzen der Stimme? Wie können wir den Klang unserer Stimme und seine Resonanzen bewusst steuern? Diesen Fragen wollen wir uns in den nächsten Tagen noch detaillierter widmen und freuen uns, dass Corinne uns auch noch einmal besuchen wird.
Der erste Forschungsblock des Projekts “Schwingungen – Tanz trifft Wissenschaft” hat begonnen!